Warum Schlafstörungen bei Nikotinentzug?

Warum Schlafstörungen bei Nikotinentzug?

Schlafstörungen bei Nikotinentzug

Bye bye Zigarette...

Immer mehr Menschen gewöhnen sich das Rauchen ab. Durch vielerlei Aufklärung bezüglich langfristiger Gesundheitsrisiken sinkt die Anzahl der Raucher in den letzten Jahren immer weiter. Außerdem werden die Preise immer teurer.


Nicht alle schaffen es, einige werden nach einer gewissen Zeit des Verzichts wieder rückfällig. Doch sehr viele bringen genug Stärke auf und schaffen es, dem gewohnten Glimmstängel für immer Lebe Wohl zu sagen. Respekt für diese Willensstärke!


Doch ist das alles nur eine psychologische Frage? Mit welchen Folgen muss der Körper rechnen, sobald ihm auf einmal das gewohnte Nikotin verwehrt bleibt?


Positive und negative Auswirkungen

Natürlich ist es allgemein bekannt, dass sich der gesamte Mechanismus wieder langfristig verbessern wird, sobald er nicht mehr regelmäßig mit Nikotin, Teer und Co. belastet wird. Und auf lange Sicht ist das auch absolut richtig! Die Durchblutung verbessert sich rapide, die Lunge funktioniert wieder viel besser, nachdem sie sich nach und nach von den fiesen Ablagerungen erholt hat. Kondition und Ausdauer bekommen wieder ganz neue Power, Geschmacks- und Riechnerven erleben ganz andere Intensivitäten.


Alles gut und schön und wirklich mehr als nur pure Motivation auf Dauer wieder sorgenfreier Nichtraucher zu werden. Allerdings muss man auch erwähnen, dass die erste Zeit des Abgewöhnens durchaus hart sein kann. Je nachdem wie viel man rauchte und an wie viel Nikotin der Körper über längere Zeiten gewöhnt war, ist das natürlich von Person zu Person und von Körper zu Körper unterschiedlich, eine genaue Statistik gibt es nicht.


Einige schwören auf die radikale Methode und hören schlagartig auf. In diesem Fall kommt der "kalte Entzug" natürlich viel schneller und es treten Entzugserscheinungen auf. Schwitzen, Zittern, übermäßiges Hungergefühl, Zappelig sein, innere Unruhe, Nervosität, Aggressivität und hoher Blutdruck sind die häufigsten Begleiterscheinungen in der Zeit in welcher der Körper sich darauf einstellt, ohne Nikotin weiter zu funktionieren. Infolge dessen kommt es auch zu Schlafstörungen. Der Körper muss sich ganz langsam daran gewöhnen, dass er nicht mehr mit Nikotin versorgt wird. Wie lange dieser Zustand anhält, ist wieder von Person zu Person verschieden. Manche werden von jenen Nebenwirkungen stark beansprucht, andere dagegen haben nur wenige oder sogar gar keine Begleiterscheinungen. Auch der Zeitraum variiert individuell.


Manche dagegen gewöhnen sich das Rauchen auch schrittchenweise ab. Das heißt, sie reduzieren ihren Konsum immer weiter herunter, bis sie irgendwann gar kein Verlangen mehr nach Nikotin verspüren.


Welche Variante sinnvoller ist, muss jeder für sich alleine herausfinden.


Kommt es tatsächlich zu massiven Schlafstörungen während des Nikotinentzugs, so kann man dem mit einigen Dingen entgegenwirken. Beispielsweise helfen sogenannte Nikotinpflaster, welche auf die Haut geklebt werden und gerade in der rauchfreien Anfangszeit den körperlichen und psychischen Drang nach Nikotin stark verringern. Tagsüber können zudem Nikotin Kaugummi helfen.


In der Regel vergeht der Drang nach Nikotin nach einigen Tagen/Wochen von selbst und der Wunsch danach schwächt auch immer weiter ab. Ist diese Zeit überstanden und der Körper ist wieder vollständig "entgiftet", werden auch die Schlafstörungen wieder langfristig verschwinden.
Also immer schön konsequent bleiben...! 


​Bilder auf der Seite von:
Free-Photos - https://pixabay.com/photo-918884/